







Hans Christian Andersen

Frag die Grnwarenfrau!


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Da war eine alte Mohrrbe drin,
so knollig, so dick und so schwer,
die hatte gar einen gefhrlichen Sinn,
sie wnschte, da sie verheiratet wr
mit 'ner jungen Mohrrbe lieblich und gut
aus der Rben alleradligstem Blut.
Und die Hochzeit kam.
Die Bewirtung war unbezahlbar gut;
sie kostete gar kein Geld,
sie leckten Mondschein und tranken Tau,
nahmen Blumenduft aus Wiese und Au
und Bltenstaub von Wald und Feld.
Die alte Mohrrbe grte mit einem Ruck
und sprach so viel und so lang;
die Worte, die glucksten kluck um kluck,
klein Mohrrbchen machte auch keinen Muck,
sa da so ernst und bang,
jung und schmuck.
Willst du's wissen genau,
frag die Grnwarenfrau. 
Ein Rotkohl hat sie als Pfarrer getraut,
Braujungfern sind weie Rben;
Spargel und Gurke kam nach Belieben,
Kartoffeln standen und sangen laut.
Und es wurde getanzt von gro und von klein -
frag die Grnwarenfrau, sie sagt's dir allein.
Die alte Mohrrbe sprang ohne Strmpfe und Schuh,
hohei, da zersprang sie im Rcken,
und dann war sie tot, wuchs niemals mehr zu.
Die junge Mohrrbe lachte in Ruh,
so wunderlich kann es sich schicken.
Nun war sie Witwe, nun war sie froh,
nun konnte sie leben, huchheia hei ho!
In den Suppetopf sprang sie als Jungfrau hinein,
jung, froh, frisch und fein.
Willst du's wissen genau,
frag die Grnwarenfrau. 
 
